HIM - Screamworks: Love in theory and practice

VÖ: 12. Februar 2010
Sire Records/Warner Music

Auf die Finnen ist Verlass. Ville Valo & Co führen auf "Screamworks: Love in theory and practice" - dem siebten Studioalbum - ihren selbstbetitelten "Love Metal" konsequent weiter. Wobei wir ja aber auch alle wissen, dass HIM so weit vom Metal entfernt sind, wie die Erde vom Mond. Aber egal. Die Truppe hat nicht nur zweifelsohne ihre Daseinsberechtigung, sondern ist der Vorreiter einer ganzen Szene.
Wer bei "Screamworks: Love in theory and practice" großartig Neues erwartet, oder gar das Rad neu erfunden wissen will, wird vermutlich enttäuscht werden. Wer aber mit einer typischen und qualitativ erstklassigen HIM-Scheibe rechnet, wird (wieder) schwer begeistert sein. Dennoch wird diesmal erstaunlich wenig geschmachtet ("Disarm me with your loneliness", "Acoustic funeral"), dafür umso mehr gerockt ("In venere veritas", "Heartkiller", "Like St. Valentine"). HIM sind sich musikalisch absolut treu geblieben, haben sich aber dennoch ein weiteres Mal weiterentwickelt. Titel wie "Dying song", "Ode to solitude" oder das abschließende, sehr starke, und sich immer mehr steigernde "The forboding sense of impending happiness" sind wahre Düsterperlen, und die Verpflichtung von Produzent Matt Squire (Taking Back Sunday, The Used, Panic! At the Disco) erweist sich als wahrer Glücksgriff, und verleiht Songs wie "Love the hardest way" eine erfrischend amerikanisch klingende Schlagseite. Album Nummer 7 ist wieder einmal eine Düsterrock-Glanzleistung, die den ganzen finnischen Klonen und Nachahmern das Fürchten lehren wird. (maz)

- 8/10 -



 



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