HOLY MARTYR - Still at war

VÖ: 04. Mai 2007
Dragonheart

Ob Bands bzw. CDs gut sind, merkt man daran, daß die CD im Player bleibt und man aufmerksam zuhört, obwohl man selbst noch nie zuvor in die Schublade geschaut hat, in der die Musik spielt. In diesem Falle findet man das Debüt "Still at war" der italienischen Formation Holy Martyr unter epischem 80er Metal mit Anleihen zu Old School Speed Metal aus der heroischen Schwerter-Zeit. Und wenn Holy Martyr bereits vor VÖ ihres Debüts auf direkte Einladung auf dem Keep It True-Festival spielen durften, ist wohl klar, daß hier was Vernünftiges im Gange ist. Bis zur ersten Liga müssen wohl noch ein paar Jahre vergehen, dafür kennt man die eine oder andere Melodie doch manchmal schon, aber die technische Umsetzung und die zu hörende Überzeugung machen hier Einiges wieder wett. Nach dem Intro klingen die ersten beiden Songs noch relativ verhalten, doch ab dem speedigen "Warmonger" läuft die Band zur Höchstform auf und beschert dem geneigten Genre-Fan mit dem nachfolgenden 10-Minüter "Hatred is my strength" den definitiven Album-Höhepunkt - ein Song in dem sämtliche Stärken zum Vorschein kommen. Vor dem Hintergrund könnte aus der Band in ihrem gesteckten Rahmen wirklich mehr werden, zumal sich Sänger Alex Mereu für seine temporären stimmlichen Candlemass- und Jag Panzer-Einflüsse nicht schämen braucht. Auf "Still at war" ist alles im grünen Bereich - nur halt noch nicht im Obersten. Das kommt wohl noch. (sw)

- 7,5/10 -



 



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