VÖ: 26. September 2008 Wacken Records
Sachen gibt's: Da kehrt nach 16 Jahren Drummer Guido "Atomic Steif" Richter (u.a. Ex-Sodom) wieder zurück ans Schlagzeug, und plötzlich sind Holy Moses so stark wie schon lange nicht mehr. Das Duo Sabina Classen/Michael Hankel (Gitarre, Komposition, Produktion) zündet auf "Agony of death" ein wahres Thrash-Feuerwerk ab, das man so in dieser Form vermutlich nicht mehr erwartet hätte. Einige der vergangenen Veröffentlichungen der Band waren nunmal ein bißchen arg unspektakulär und belanglos, wenngleich auch keinesfalls schlecht. Doch das ist alles Vergangenheit. Uns interessiert die Gegenwart. Und die sieht so aus, daß Holy Moses - und das werden auch die Kritiker einsehen müssen - im deutschen Thrash Metal wieder ganz weit oben mitspielen. Überraschend ist ebenfalls die Tatsache, daß Sabina's Vocals selten so gut und abwechslungsreich klangen. Von hart und ruppig bis teilweise wirklich melodiös, und in den eher Death-lastigen Parts des Albums ein bißchen an Angela Gossow (Arch Enemy) erinnernd. Des Rätsels Lösung ergibt sich aus dem Pressetext: Zum ersten Mal in der Bandgeschichte wurde sich zum Aufnehmen der Vocals 6 Monate Zeit gelassen. Richtige und sehr gute Entscheidung, die sich äußerst positiv auf das Album auswirkt. Fassen wir also zusammen: "Agony of death" ist zweifelsohne das beste Holy Moses-Album seit langer Zeit, und erinnert an die Glanzstücke aus den späten 80er Jahren, bloß eben mit modernem Sound. Anspieltipps: Das bandtypische "Pseudohalluzination" und als Gegenpol dazu das eher ungewöhnliche "World in darkness". (maz)
- 8,5/10 -
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