HOUSE OF LORDS - Cartesian dreams

VÖ: 18. September 2009
Frontiers Records

Von einer Band wie House of Lords, von denen ich meist nur Gutes lese, hätte ich eigentlich mehr erwartet, als den eröffnenden Titelsong mit einer Abwandlung des Judas Priest "A touch of evil"-Riffs zu beginnen. Daß der Refrain arg europäisch klingt, macht den Einstieg nicht gerade einfacher. Was James Christian (immer noch toll bei Stimme) und seine Mannen ansonsten noch auf ihrem neuen Output präsentieren, ist leicht beschrieben: Gut gemachter Melodic Rock mit einer Menge Erfahrung. Die tiefer gelegten Gitarren und das leicht mystische Flair sorgen dafür, daß ich das Wort "altbacken" unter den Tisch fallen lasse. Obwohl ich es manchmal schon witzig finde, gewisse Melodien oder Fragmente schonmal gehört zu haben. Etwas überraschendere Refrains wie bei "Bangin'", "The bigger they come" oder "Joanna" sind leider nicht überall vertreten, zeigen aber immer noch das Gespür von Herrn Christian. "Cartesian dreams" ist ganz platt gesagt ein gutes, solides Album, welches man als Frontiers-Verehrer wahrscheinlich definitiv, und als Nebenbei-Rocker nicht unbedingt haben muss. (sw)

- 7/10 -



 



HANGAR - Infallible