HOWL - Full of hell

VÖ: 14. Mai 2010
Relapse Records

Heult der Wolf? Weint ein Gothic? Oder ist es gar Ozzy Osbourne? Doch bin ich mir nicht mal sicher, ob ein "Bark at the moon"-Cover diesem Quartett aus Providence, Rhode Island überhaupt stehen würde. Howl sind nämlich wie ein widerlicher Mastodon-Bastard, der sich einen Dreck um Technik schert, und anstatt 70er Jahre Kiffermusik lieber Black Sabbath zum Frühstück inhaliert. Vergleiche mit Bands wie Bison B.C. sind nicht von der Hand zu weisen, doch dröhnen Howl mit tonnenschweren Riffs und immer wieder geschickt eingestreuten Melodien (das richtig schöne Intro "Asherah") fast noch dreckiger und kompromissloser durch die Speaker. Allein das Growlen (nicht Howlen!) hat mitunter Death Metal-artige Züge. Habe ich was vergessen? Ja, die unwiderstehlichen Grooves, deren Dynamik dich bei den Eiern packt und zu einem wilden Tier mutieren lässt. Eigentlich sehr spartanisch ausgerüstet wird dieses Album von Mal zu Mal faszinierender. Langsam macht der Titel Sinn - mir wird heiß hier! (sw)

- 8/10 -



 



HYPOCRISY - Hell over Sofia
HACKNEYED - Carnival cadavre