VÖ: 29. Juli 2011 Massacre Records
Am besten lässt sich dieses Debüt durch das Nevermore-Cover "The heart collector" beschreiben. An die Intensität des Originals kommt man natürlich nicht heran. Speziell Sänger Chris G macht einen hervorragenden Job, nur wünscht man sich einfach die Warrel Dane'sche Zerbrechlichkeit, die dieser Song erfordert. Was sagt das nun über "Welcome the dead" aus?! Das Quintett aus Cardiff, Wales würfelt kräftig Classic-, Power-, Progressive- und Thrash Metal-Elemente durcheinander und zeigt dabei bereits ein echt hohes Maß an Eigenständigkeit. Doch die Band schmeißt öfter mal mit Tempowechseln und unerwarteten Wendungen innerhalb der Songs um sich, so dass man sich als Hörer manchmal wünscht, sie würden mal ein paar Sekunden länger bei einem starken Part bleiben. Konfuse Songs? Oh nein! Das atmosphärisch vielschichtige "Aria (In memoriam)", die Thrash-Ausgeburt "Impaled" oder das Tapping-Spektakel "Scars" zeigen eindeutig, dass die Band in Zukunft zu Höherem berufen sein wird. Wer Schubladen braucht, kann mal über Nevermore, Dream Theater und progressive Agent Steel (Sänger Chris hat leicht Ähnlichkeit mit ex-Agent Steel Sänger Bruce Hall) nachdenken. Die Band ist auf jeden Fall mehr "Progpower" als "Power of Metal". Wunsch für die Zukunft: Einfach die Stärken weiter bündeln, dann haben wir bald eine Band, die im offenherzigen Progressive Metal-Becken von sich reden machen wird. (sw)
- 7,5/10 -
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