VÖ: 13. Juni 2008 Candlelight
Nicht, daß man nicht schon seit Emperor-Zeiten weiß, daß Ihsahn ein sehr eigenständiger kreativer Kopf ist. Mit seinem Debüt "The adversary" hatte er das auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun führt er den eingeschlagenen Weg auf "Angl" konsequent fort. Und dieses Mal macht er es dem Hörer sogar etwas leichter. Trotz all dem technischen Geschick sind die Songs schneller nachvollziehbar als beim Vorgänger. Zum Beispiel die ungewöhnlich miteinander verschlungenen Melodieführungen auf Gesang, Rhythmus- und Leadgitarren-Ebene bei "Emancipation". Ein Ohrenschmaus, der nach dem zweiten Hören richtig zündet. Die Verweise gen Emperor werden auch wohl weiterhin ihren Platz im Ihsahn-Sound haben ("Misanthrope", "Malediction"), was mir nur vernünftig erscheint. Das bildet einen guten Kontrast zu solch erhabenen Stücken wie "Threnody" oder einem heimlichen "Hit" namens "Elevator". Dort hat sich der Meister selbst etwas zurück genommen, glänzt mit traumhafter Musikalität und überlässt den Gesang einer anderen nordischen Größe - Mikael Akerfeldt von Opeth. Muss man allein als Fan dieser Band schon gehört haben. Weiterhin gilt - für aufgeschlossene Black Metal- bzw. Emperor-Fans ein Muss. (sw)
- 9/10 -
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