VÖ: 28. Januar 2011 Agonia Records
Auf die Idee, einen einzigen Longtrack in den Rohling zu lasern, kam schon so manch andere Band. In diesem Härtebereich aber meines Wissens seltener. Die Singapur-Connection von Impiety deibelt sich auf ihrem bereits siebten Album durch 38 Minuten ihrer besten schwarzen Kunst, dass sich Szenegrößen wie Marduk mitunter mal umschauen sollten. Angereichert wird wie immer mit dem Sound der deutschen 80er-Thrash-Helden (nun ja, welcher Black Metaller verehrt nicht die Frühwerke von Kreator und Sodom?!). Und in den auflockernden SlowMo-Passagen blitzt immer wieder die Vorliebe für Celtic Frost hervor. Über die Entscheidung, einen einzigen Track durchzuballern, kann man geteilter Meinung sein - ein wenig Durchhaltevermögen ist angebracht. Doch immer, wenn man das Gefühl hat, Impiety würden es mit dem einen oder anderen Part vielleicht übertreiben, reißen sie brutal und effektiv das Ruder herum, um den Hörer am eh schon gequälten Nacken durch die Hölle zu ziehen. Einfach böse, ultrapräzise und mit pechschwarzem Herz - de facto ist "Worshippers of the seventh tyranny" ein akustischer Anschlag mit teils fast beschwörender Wirkung. (sw)
- 8/10 -
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