INDICA - A way away

VÖ: 25. Juni 2010
Nuclear Blast

Indica ist eine fünfköpfige reine Frauenband aus Finnland. Und da die Damen in ihrem Heimatland bereits ein paar Top 10-Platzierungen verbuchen konnten, durfte man 2007 Nightwish supporten. Fortan nahm sich Nightwish-Mastermind Tuomas Holopainen der Damen an, und fungiert seitdem als Produzent - was vermutlich auch zum Deal mit Nuclear Blast führte. Die elementare Frage, die sich mir spontan stellt: Warum ausgerechnet Nuclear Blast? Meines Wissens nach, dürfte Indica die einzige Band beim Donzdorfer Label sein, die nicht das geringste mit Metal zu tun hat. Man bezeichnet den eigenen Musikstil als "Mystik Romantik Pop" - mit Betonung auf Pop. Während der Anfang von "A way away" (wem fallen eigentlich solche Titel ein?) noch halbwegs nett und eingängig mit "Islands of lights" und "Precious dark" beginnt (beides annähernd frei von Gitarren), nimmt die Langeweile im weiteren Verlauf stetig zu. Die Gefahr des Einschlafens steigert sich bei "Lilja's lament" oder auch "Eerie eden" fast ins Unerträgliche. Wenn man dann aber mal die Gitarre auspackt ("Scissor, paper, rock", "Straight and arrow"), kommt man noch nicht mal an dünnes Goth-Rock-Niveau à la Xandria heran. Dazwischen nerven hier und da banale Pianomelodien (besonders beim Titelsong), und ich war schon verdammt lange nicht mehr so froh (!), als eine CD endlich zu Ende war!
Etwaige Gemeinsamkeiten zwischen der Band und einer beliebten Pflanze mit dem lateinischen Namen "Cannabis indica" sind übrigens rein zufällig. Eine Rauschwirkung von "A way away" ist nämlich absolut nicht messbar.
Und wie soll ich dieses Album jetzt bewerten? Aus Sicht eines Metalmagazines ist diese Veröffentlichung nämlich die totale Nullnummer, und so überflüssig wie der Kater am Sonntag Morgen. Trotzdem gibt's noch 4 Punkte für ein völlig langweiliges und seichtes Pop-Album. (maz)

- 4/10 -



 



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