VÖ: 16. Oktober 2009 Superball Music
Oh oh. Ein Album in den Top 20 (2003) und zwei Singles in den Top 40 (2005) der UK Charts - ist das noch "mega-metal-würdig"? Immer mehr Ja! Man kann es eigentlich leicht beginnen. Für den traditionellen Headbanger vom Dienst ist das Quartett aus Essex wahrscheinlich nichts anderes als irgendwelcher "Brit-Emo-Rock-Kram". Hinhören und Staunen, sage ich - selbst als Kuttenträger. Der britische Akzent von Sänger/Gitarrist Dave McPherson und der allgegenwärtige melancholische Unterton, lassen mich an The Cure denken, während viele der proggigen Riffs an Opeth erinnern, also weiterführend allgemein an Progressives. Ergänzen wir das Ganze um jederzeit treffsichere Hooks und Refrains, die ihre Charterfolge verdient hätten, eine "tanzbare" Rhythmik (ähnlich der letzten Disillusion-Scheibe), spielerische Klasse, die so manche Chartband alt aussehen lässt, emotionale, aber Metal-würdige Soli ... puh, da gibt es so verdammt viel. Alleine ein Song wie das absolut grandiose "Belief revival" klingt, als hätte Dan Swanö für Nightingale die Dynamik entdeckt und würde nun ungewollt die Charts stürmen. Augenzwinkernd geht man auch mit Balladen um, denn es geht wahlweise mit etwas mehr ("I will honour you") als auch völlig ohne Schmalz ("All terrain vehicle"). Entsprechend schreit es die "Single of the week" dann auch frei heraus: "What's that shit on the radio?". Das frage ich mich auch, denn InMe würde ich jederzeit im Radio lauter drehen. Das wird hierzulande aber wohl nie der Fall werden, weil die Briten technisch und songwriterisch viel zu intellektuell/intelligent vorgehen. Oder andersrum: Panic! At the Disco + Metal/Rock + technischer Anspruch = InMe. Aber wie auch immer - "Herald moth" ist echt ganz großes Kino, Leute! (sw)
- 9/10 -
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