VÖ: 04. September 2009 Candlelight Records
Zwölf Jahre nach ihrer Gründung kommt das finnische Quartett nach zwei Demos und drei regulären Album nun mit ihrem vierten Output "Across the dark" daher. Nach den ersten Durchläufen fällt gleich auf, daß die Finnen ihren Sound noch weiter perfektionieren konnten. Melodisch-aggressiv, aber dennoch zutiefst nachdenklich-melancholisch - und das alles unter dem Banner des melodischen Schwedentod. Da tauchen durchaus schnell Querverweise in Richtung Opeth, Amorphis und At The Gates auf. Die neu entdeckten clean vocals stehen einem ohnehin fantastischen Song wie beispielsweise "The lay of autumn" bestens zu Gesicht. Die Komplexität früherer Werke musste zwar etwas weichen, aber dennoch hat man es geschafft, sich konsequent weiterzuentwickeln, ohne dabei jedoch seine Wurzeln zu verleugnen. Songs wie "Down with the sun" (welch großartige Riffs!) sind trotz ihrer Aggressivität so herrlich düster-melancholisch, daß man manchmal an Sentenced erinnert wird. "Where the last wave broke" ist dagegen eine klassische Melodic Death-Midtempo Walze, während bei "Against the stream" dann auch mal die Doublebass wüten darf. Ich bin wirklich angenehm überrascht. Ich mochte die Band bisher ja ohnehin ganz gerne hören, aber daß den Finnen mal ein so gutes und abwechslungsreiches Album gelingen würde, hätte ich kaum für möglich gehalten. (maz)
- 8/10 -
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