IWRESTLEDABEARONCE - It's all happening

VÖ: 28. August 2009
Century Media

Zum ersten Mal aufmerksam geworden bin ich auf Iwrestledabearonce auf dem diesjährigen Vainstream Rockfest in Münster, wo zwar die Band gar nicht gespielt hat, aber mehrere Leute mit einem sehr auffälligen Shirt dieser Band herumliefen: Weiß und mit glänzender Aufschrift in Regenbogenfarben: "Metal just got gay"! In Sachen Merchandising scheinen die Fünf aus Shreveport/Louisiana einen recht ausgefallenen Humor zu haben - und auf CD sieht das nicht anders aus. Ihr Debut-Album strotzt nur so vor ungewöhnlichen, exzentrischen, teilweise "kranken" Einfällen. Hard- und Deathcore-Passagen werden plötzlich von Drum'n'Bass-ähnlichen Rhythmen unterbrochen, zwischendurch wiehert einfach mal ein Pferd, ein paar Sounds klingen recht orientalisch, und dann kracht wieder eine Doublebass los - und zwischendurch immer wieder mal ruhige Passagen, in denen die kuriosesten Soundexperimente zu hören sind. Zugegeben, kein (?) "normaler" Mensch kann sich das ernsthaft anhören und sagen "hey, das ist geil!". Der Faktor, was den unfreiwilligem Humor und die wirklich innovativen Ideen angeht, ist zwar unglaublich hoch, aber nichtsdestrotrotz kann man "It's all happening" kaum als ernsthaftes Metalalbum ansehen. Wobei der Begriff Metal hier sowieso nur bedingt passt. Musikalisch bekommt man nahezu alles geboten, und wem das noch nicht reicht, der darf sich an leicht dämlichen Songtiteln wie "Tastes like Kevin Bacon" oder "See you in shell" erfreuen. Nur was für Leute mit extrem hoher Toleranzgrenze. (maz)

- 6,5/10 -



 



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