VÖ: 22. Juli 2011 Century Media
Auf dem zweiten Album "Ruining it for everybody" von Iwrestledabearonce aus Shreveport/LA nimmt das Chaos weiter seinen Lauf. Eine wilde und wirre Mixtur aus Metal, Electro, Grindcore, Jazz, Ambient-Sounds, Hardcore-Breakdowns und allen möglichen (und unmöglichen) Samples und Einfällen inklusive orientalischen Klängen, Möwen-Geschrei (!), Gospel-Chor und weiß der Henker, was noch alles. Nachdem dieser hoch anstrengende Chaos-Reigen auf dem Debütalbum "It's all happening" (2009) irgendwo noch "ganz cool und lustig" rüberkam, und die Band in der Vergangenheit auch bewiesen hat, dass sie auch live durchaus überzeugen kann, fragt man sich (bzw. ich mich), in wie weit sich der kleine Kultstatus dieser Band auch wirklich auf die Musik bezieht, oder ob es einfach nur "trendy" ist, diese Band zu seinen Facebook-Freunden zählen zu können. Musikalisch unterschieden sich beide Alben der Band kaum, allerdings ist Sängerin Krysta Cameron diesmal häufiger clean (und teilweise fast schon elfengleich) unterwegs. Das macht die ganze Sache aber auch nicht wirklich entspannter (dagegen wirken ja sogar War From A Harlots Mouth eingängig). Was nach elf kranken und mitunter gnadenlos überfrachteten Songs und knapp 32 Minuten Spielzeit zurückbleibt, ist die nach wie vor alles entscheidende Frage: Hört sich sowas jemand ernsthaft zu Hause an? (maz)
- 6/10 -
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