Impressum Startseite
Reviews Interviews Konzerte Festivals Specials

KALMAH - Seventh Swamphony

VÖ: 14. Juni 2013
Spinefarm Records

Mehr als drei Jahre haben sich die Finnen von Kalmah für ihr siebtes Album Zeit gelassen. Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass der arg ausgereizte Begriff "swamp" (= Sumpf) bei mir mittlerweile nur noch ein Gähnen hervorruft. "Swamp Metal", "Seventh Swamphony" - irgendwann is' auch mal gut.
Mit einem neuen Mann am Keyboard liefert das Quintett nun den "Meilenstein der eigenen Karriere" ab (O-Ton: Gitarrist Antti Kokko). Nun, während "Seventh Swamphony" in meinem CD-Player rotiert, werfe ich nochmal einen Blick auf mein Review zum Vorgängeralbum "12 Gauge" (2010), wundere mich im ersten Moment über die damaligen 8,5 Punkte, erinnere mich dann aber auch wieder, dass das Album wirklich extrem gut war. "Seventh Swamphony" kommt da meiner Meinung nach nicht ganz heran. Der gewohnt gutklassige Mix aus Children Of Bodom und Norther, mit einem Hauch Epic, gefällt wieder auf ganzer Linie und überzeugt vor allem in den ausgedehnten instrumentalen Passagen (inklusive Gitarren/Keyboard-"Duelle"). Das knackig-kompakte "Deadfall" macht dabei eine ebenso gute Figur, wie das epische, etwas ruhigere und über 7-minütige "Hollo" oder auch das rasante "Windlake Tale".
Auch auf ihrem siebten Album überzeugen die Finnen wieder einmal mit klasse Songs, variablem Tempo, sehr überzeugenden Vocals und tollen Melodien, lassen aber auch - vielleicht noch etwas mehr als zuletzt - ihre Eigenständigkeit so ein bisschen vermissen. Aber egal, Fans von finnischem Melodic Death Metal werden hier wieder allerbestens bedient, zumal Kalmah aus dem Sumpf der ganzen Melo-Death Bands zweifelsfrei hervorstechen. (maz)

- 8/10 -