VÖ: 11. Juni 2010 Relapse Records
Die Zusammenlegung zweier musikalischer Schwergewichte wie Crowbar und Hatebreed machte mit dem selbstbetitelten Debüt aus 2008 ordentlich Lust auf mehr. Der Nachfolger "Behind the blackest tears" beweist nun eindrucksvoll, dass es sich hier um keine Eintagsfliege handelt. Kingdom Of Sorrow bekommen richtig Identität. Die Federführer Kirk Windstein und Jamey Jasta wachsen hörbar zu einer Einheit zusammen, und lösen sich gekonnt von oberflächlichen (eh nicht gerechtfertigten) "klingt halt wie Crowbar+Hatebreed"-Vorwürfen. Neben wie selbstverständlich wirkenden Arrangements und dem verstärkten Einfluss der Südstaaten, sind es Songs wie der Opener "Enlightened to extinction" oder "With barely a breath", die zeigen, dass die Verschmelzung der Hauptbands flüssiger denn je ist. Jamey Jasta hat bei "Papa" Windstein sogar gelernt, wie er seine Stimme noch melodischer einsetzen kann, obwohl Kirk Windstein da von Haus aus natürlich noch die Nase vorne hat. Wenn ein gestandener Mann wie er in "God's law in the devil's land" mit großartigen Gesangslinien Herz zeigt, dann birgt das große Momente in sich. Mächtige Uptempo-Hammer wie "Sleeping beast" oder "Salvation denied" dürfen natürlich trotzdem nicht fehlen. Um ein Wortspiel mit den beiden Albumtiteln zu wagen - "Behind the blackest tears" zeigt, was sich wirklich hinter "Kingdom of sorrow" verbirgt. Nämlich mehr Herz, Offenheit und dabei große Charakterstärke - also weitaus mehr, als man zuerst vermutet hätte. Ich bin schwer beeindruckt. (sw)
- 8,5/10 -
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