KORN - Korn III: Remember who you are

VÖ: 09. Juli 2010
Roadrunner Records

"Remember who you are" - wie bezeichnend für ein neues Korn-Album, nachdem die letzten Veröffentlichungen der Band zwar nicht wirklich schlecht waren, aber an die Glanzleistungen in den 90er Jahren nicht mal ansatzweise anknüpfen konnten. Den qualitativen Abrutsch einzig und allein auf den Ausstieg von Gitarrist Brian Welch (im Jahre 2005) zu schieben, wäre zwar einfach, aber vermutlich auch falsch. Korn versuchen nun, sich mit ihrem mittlerweile 9. Album wieder auf ihre alten Stärken zu besinnen. Wenn man allerdings "krampfhaft" genau darum bemüht ist, kann es auch schnell passieren, dass der gewünschte Effekt ins Gegenteil umschlägt. Zum Glück ist das bei Korn nicht der Fall. "Korn III: Remember who you are" ist zu 100% ein ganz typisches Korn-Album - unverfälscht, authentisch, modern und mit Querverweisen in die Vergangenheit. Mit "Oildale (Leave me alone)" und "Fear is a place to live" hat man zwei ziemlich todsichere Hits zu bieten, die zukünftig wohl für die nötige Action auf der Tanzfläche der Rockclubs sorgen werden. Dazwischen gibt es jede Menge weitere gute weitere Songs wie "Move on", "Let the guilt go", das etwas ungewöhnlich klingende "Lead the parade", und das starke und etwas ruhigere "The past", die allesamt mit jedem weiteren Durchlauf wachsen, über ein "gut" aber kaum hinaus kommen. Und über jedem einzelnen Titel thronen natürlich die typischen herrlich schizophrenen Bassläufe, wobei der eine oder andere Song auf "Korn III: Remember who you are" allerdings auch verzichtbar ist ("Pop a pill", Never around").
Die Mission Rückbesinnung auf alte Stärken ist zumindest ansatzweise durchaus geglückt. Ich hoffe, es geht zukünftig wieder weiter nach oben. (maz)

- 7,5/10 -



 



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