VÖ: 11. Dezember 2009 Spinefarm Records
Der 2008er Vorgänger "Blind fire" wurde in Melodic Rock-Kreisen teilweise sogar zum Album des Jahres gekrönt. Ist das echt euer Ernst?? Ich höre auf "Circus colossus" nicht sehr viel, was dieses Attributes rundum würdig wäre. Finnland's Leverage rocken sich mit gross orchestraler Anreicherung durch zehn ziemlich gleichförmige Songs. Für mich klingt das so, als wenn Nightwish's Tuomas seine B- ... ach, was red' ich ... C-Seiten-Kiste ausgegraben, und sich zur Abwechslung eine gutklassige, aber gesichtslose Männerstimme heran geholt hätte. Dass diese Stimme auch noch auf den Nachnamen "Heino" hört, schlägt dem Fass dann echt den Boden aus. Okay, technische Fähigkeiten wollen wir nicht wegdiskutieren - aber die gehören heutzutage eh zum guten Ton. Überraschende Ansätze, wie der alte Synthie-Sound in "Revelation" vermisse ich einfach bei einer Band, die von allen Seiten mit Lorbeeren beschmissen wird. Nightwish-, Sonata Arctica- oder Stratovarius-Fans werden wohl trotzdem ihre Freude am dritten Album von Leverage haben. Die Show im "Circus colossus" ist mir aber definitiv zu zwiespältig - nämlich pompös und bieder. Das ergibt ganz passable 6 Punkte, weil das Zuhören nicht weh tut, sondern irgendwann nur langweilt. (sw)
- 6/10 -
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