LILLIAN AXE - XI-The Days Before Tomorrow

VÖ: 27. Januar 2012
AFM Records

Zugegeben - ich bin Lillian Axe-Neuling. Doch YouTube und Konsorten sei Dank, kann man sich heutzutage ja auch ein Bild einer Bandhistory machen, ohne sie zu besitzen. Leider wirkt das nicht gerade authentisch, somit bleibe ich beim aktuellen Eindruck. Und der ist zwiespältig. Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass der "moderne Anstrich" auf dem neuen Output den Altfans munden wird. Unwissend betrachtet startet das Album mit "Babylon" und einem recht knackigen Riff, solide rockende Strophen und einem ganz schicken Chorus. "Death Comes Tomorrow" schiebt sich etwas düsterer und mit einer tollen Bridge hinterher. "Gather Up The Snow" gefällt mir trotz eines abfallenden Refrains - da scheint der angesprochene Anstrich gut zu funktionieren. "The Great Divide" ist gefühlvoller Bombast, dessen Harmonie mich einen Moment lang auf Coverversion tippen ließ. Ist es zwar nicht, aber irgendwo habe ich das schon mal gehört. Danach wird es aber schwieriger. "Take The Bullet" rangiert bei mir als "Maiden meets Prog" - man probiert offensichtlich einiges aus. "Bow Your Head" ist einfach eine gute Standard-Halbballade und die Vocals von Sänger-Neuzugang Brian Jones haben auf einmal einen starken Radio-Einschlag. Mit "Caged In" hätten wir noch den "experimentellen Nickelback-Song" und "Lava On My Tongue" kommt gar als leicht hüpfender Alternative Rocker daher. Ist ja alles ganz okay, aber trotz mangelndem Vorwissen, habe ich irgendwie das Gefühl, dass das nicht so richtig Lillian Axe ist. Starke Worte dagegen von Gitarrist Steve Blaze: "Das beste Album, was ich je für Lillian Axe geschrieben habe." Na, ich weiß nicht … Zeitzeugenalarm! (sw)

- 7/10 -



 



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