MICHAEL KISKE & AMANDA SOMERVILLE

VÖ: 24. September 2010
Frontiers Records

Michael Kiske - wer kennt ihn nicht?! Amanda Somerville - in metallischen Breitengraden speziell durch ihre Arbeit bei Avantasia bekannt. Und nun eine Kollaboration dieser beiden Traumstimmen auf Albumlänge. Wer vokalistische Experimente erwartet, darf gleich weiterlesen. Nein, hier handelt es sich einfach um ein Melodic Rock/Metal-Album, welches auf Gesangsebene die Duett-Schiene bedient. Den Songwriting-Löwenanteil steckt sich das Primal Fear-Duo Mat Sinner (Sinner) und Magnus Karlsson (Starbreaker) ein, was man meines Erachtens auch etwas hört, ich aber mal nicht groß bewerten möchte. Die Palette reicht von flotten Uptempo-Nummern (u.a. "If I had a wish" oder "Arise") über klassisches Midtempo ("Silence" mit toller Bridge), und auch leicht Symphonisches ("End of the road"), bis hin zu den üblichen balladesken Tönen. Alles einwandfreies Material, anzusiedeln im oberen Qualitätsdrittel. Doch sind es die Stimmen (hier liegt nun mal der Fokus), die dafür sorgen, dass das Material eben nicht aufgrund eines austauschbaren Sängers ins Mittelmaß abrutschen kann. Kiske und Somerville arbeiten nicht an ihren Limits, sondern bringen 200% auf der Gefühls-Ebene (ausgebildete Sänger wissen nur zu gut, dass das um Einiges schwerer ist). Ihre Stimmfarben berühren, sie schmeicheln ein. Die Stimmung ist fast als smooth zu bezeichnen. Und ja - ich gebe zu, speziell durch Place Vendome eine verehrende Haltung zu Kiske's Stimme eingenommen zu haben. Aber was soll's. Jeder Mensch hat seine Macken. Meine sorgt dafür, dass ich wieder ein tolles Album mein Eigen nenne. (sw)

- 8/10 -



 



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