MALADIE - Plague Within

VÖ: 20. Juli 2012
Apostasy Records

Eigentlich gar nicht verkehrt, was Maladie auf ihrem Debüt so treiben. Die Band aus Ludwigshafen um Tombthroat-Gitarrist und Federführer Björn Köppler hat einfach ein verdammt gutes Händchen dafür, schwarzmetallische Raserei mit ansprechenden Melodieführungen zu verzieren. Generell und auch in den gedrosselten Passagen geht man rabiat und garstig vor - so droht man nicht mal ansatzweise, im Kitsch-Sumpf zu versacken. Die Produktion tendiert eher zur letzten Belphegor als zur ersten Dark Funeral - soll heißen: Es knallt ordentlich und für Puristen ist es zu steril. Bei steril denke ich an krank, womit wir schon mal beim Bandnamen (französisch für "Krankheit") und den Vocals wären. Das überwiegend schwarze Gekeife trifft voll ins Schwarze. Doch die passenderweise "kranken" Clean Vocals erscheinen mir noch etwas unausgereift. Noch nicht genug Überzeugungskraft, im Gegensatz zur Musik an sich, die atmosphärisch und emotional echt einiges zu bieten hat. Dass ich zwischendurch auch eine paar Worte in deutscher Sprache vernehme, wird so aber schnell aus meinem Gedächtnis gelöscht … ich sollte diese Phobie mal untersuchen lassen.
Unterm Strich bleibt aber ein Album, dass mich ob seiner Herkunft ziemlich überrascht und die Umsetzung von Bandnamen und Titel erstklassig umsetzt. Einzig die Frage bleibt, ob ich "Plague Within" nun als EP oder als LP bewerten soll. Denn sieben Songs mit knapp 39 Minuten ist zwar ganz nett, davon sind aber derer Drei reine (wenn auch sehr passende) Piano-Intermezzi. Ach, was soll's. Heute gibt's Punkte. (sw)

- 8/10 -



 



MACHINE HEAD - Unto the locust
MORBUS CHRON - Sleepers in the rift