VÖ: 09. März 2012 Target Records
"The Empty Frame" ist nach dem Debüt "Beauty In Chaos" (2010) das zweite Album des dänischen Fünfers Malrun. Und wie es sich für eine moderne dänische Band gehört, hat man sich in Sachen Produktion, Mix und Master natürlich Jacob Hansen (u.a. Volbeat, Mercenary) anvertraut. Herausgekommen ist ein zeitgemäßes und hochinteressantes Album, das sich musikalisch nur schwierig einordnen lässt. Während es nach dem Intro mit dem Opener "Shadowborn" mit groovendem Modern Metal und einer wirklich tollen Gitarrenarbeit straight nach vorne geht, nimmt die nachfolgende erste Single "Moving Into Fear" zwar gleich schon wieder etwas Wind aus den Segeln, entpuppt sich aber nicht zuletzt durch seinen absolut großartigen und extrem eingängigen Refrain, die fantastische Hook und die überragende Gesangsleistung von Jacob Løbner als DER Song des Albums - alleine für diesen Song müsste es die Höchstnote geben. Im weiteren Verlauf spielen die Fünf geschickt mit verschiedensten Genres. "Sink Forever Down" klingt wie eine Mischung aus 30 Seconds To Mars und Tool, der eine oder andere Part kommt mit seinem clean Vocals/Growls-Wechselgesang dem Metalcore schon recht nahe, ein Titel wie "The Iron March" kann schlicht als Crossover/Alternative Metal bezeichnet werden, während "Pariah" als kraftstrotzende Rockballade für Gänsehaut sorgt. Das gesamte Album bewegt sich dabei auf einem ersatunlich hoheh Niveau und strotzt nur so vor Hitpotential, catchy Melodien, dezenter Härter und jeder Menge Rock-Attitüde. Etwas problematisch wird es sicherlich bei der "Zielgruppe": Für Headbanger sind Malrun vermutlich zu weich, für's "normales" Rockpublikum sicherlich zu hart. Wer sich aber auch gerne mal zwischen den Genres aufhält und einem Begriff wie "Crossover" mit Interesse und nicht mit Ablehnung begegnet, der wird mit diesem Modern Metal Album seine helle Freude haben. Für mich eine DER Neuentdeckungen der letzten Monate! (maz)
- 8,5/10 -
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