MANDRAGORA SCREAM - Volturna

VÖ: 20. November 2009
Massacre Records

Es ist mir völlig egal, ob die beiden ersten Alben dieser Truppe aus Italien bei Nuclear Blast erschienen sind, und ob man Anfang 2010 mit Christian Death und The 69 Eyes auf Tour geht, denn das, was auf "Volturna" (Album Nr. 4) abgeliefert wurde, ist - man muß es so deutlich sagen - schlicht und einfach gequirlter Mist! Hier stimmt einfach überhaupt nichts - mal abgesehen davon, daß die Songs mit Rock, geschweige denn mit Metal rein gar nichts zu tun haben. Wie beschreibt man den Sound am besten? Schwülstiger elektronischer Goth-Pop mit vereinzelten Gitarren und Dark Wave-Einflüssen. Und das alles ist so langweilig und belanglos, daß mir fast die Galle hochkommt. Songwriting? Eine glatte 6! Gesang? Unterirdisch! Das, was "Sängerin" Morgan Lacroix von sich gibt, ist nichts weiter als Gekrächze und Gehauche. Produktion? So dünn, wie selten zuvor gehört! Das ganze Album wimmelt nur so vor grausamen Drumcomputer-Sounds, Loops und austauschbaren Klang-/Keyboardteppichen. Ein Album gänzlich ohne Herzblut und Seele. Einzig die Cover-Version von "Fade to grey" (im Original von Visage aus dem Jahre 1981) ist noch ganz akzeptabal. Alles andere auf diesem Album ist völlig indiskutabel, komplett unstimmig, und auch schon keine Frage des Geschmackes mehr. Warum ich dennoch 3 Punkte gebe? Einen Punkt in der Annahme, daß die Absicht hinter "Volturna" keineswegs böswillig war, einen weiteren Punkt für den außerordentlichen Mut, so etwas überhaupt zu veröffentlichen, und den dritten Punkt gibt's für "Fade to grey".
Wenn Mandragora Scream allen Ernstes "Italiens Dark Metal Band Nummer 1" sind (O-Ton Presseinfo), dann steht es um die dortige Szene verdammt schlecht... (maz)

- 3/10 -



 



MOB RULES - Radical peace
MANEGARM - Nattväsen