MAROON - The cold heart of the sun

VÖ: 19. Oktober 2007
Century Media

Erlaubt ist, was Spaß macht. Und wer Maroon schon mal live gesehen hat, weiss das. Die Kurzhuldigung von Edward Griegs "Hall of the moutain king" im Solo des Openers "(Reach) The sun" spricht da schon Bände. Der eingeschlagene Weg des Vorgängeralbums "When worlds collide" wird hier konsequent weiter geführt. Soll heißen, daß die Nordhausener vielschichtiger denn je zu Werke gehen, ohne dabei auch nur einen Funken ihres Grundtenors zu verlieren. Für mich ist das kein Metalcore mehr, auch wenn sich ganz Engstirnige wohl ewig an den Brüllattacken von Andre Moraweck stören werden. Doch die immer selteneren Beatdowns werden hier fast schon zur angenehmen Nebensache. Hier regiert definitiv die Brutalo-Metal-Keule! Thrash (mehr) und Death Metal (weniger) sind hier allgegenwärtig - speziell die zahlreichen Offbeat-Thrash-Passagen mit den sowohl brutalen als auch melodiösen Soli haben es meinem Nacken angetan. Und immer wieder blitzen Erinnerungen auf, die mir bereits bei "When worlds collide" auffielen. Ich denke an Arch Enemy in ihrer Pre-Angela Gossow-Phase und an Carcass zu "Heartwork"/"Necroticism"-Zeiten. Nur ungestümer und direkter.
"The cold heart of the sun" ist in meinen Augen ein grosser Schritt in Richtung grenzüberschreitender Anerkennung und sollte von jedem Thrash/Death-Fan besessen werden. (sw)

- 8,5/10 -



 



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