VÖ: 21. Mai 2010 AFM Records
Nachdem sich die Euphorie um die Rückkehr von Sänger Jorn Lande zu Masterplan wieder beruhigt haben dürfte, können wir uns nun ganz sachlich und nüchtern dem vierten Album der Truppe um Roland Grapow widmen. Die Schwäche des Vorgängers "MK II" (2007) lag in erster Linie sicherlich am nur durchschnittlichen Material. Nichts gegen die stimmlichen Qualitäten von Mike DiMeo (ex-Riot), aber ein Sängerwechsel ist erstens natürlich immer problematisch, und zweitens kann wohl auch niemand einen Jorn Lande ersetzen. Aber das gehört der Vergangenheit an. Jorn Lande ist zurück, und die Erwartungen an "Time to be king" (welch selbstsicherer Titel...) sind natürlich enorm groß. Bereits das eröffnende Dreierpaket, bestehend aus "Fiddle of time" (mit einer fantastischen Keyboard-Melodie), "Blow your mind" und der Vorab-Single "Far from the end of the world" kann vollends überzeugen - Masterplan zeigen bereits nach den ersten 10 Minuten, wo der Melodic Metal-/Rock-Hammer hängt, und lassen die Konkurrenz einmal mehr recht blass aussehen. Songs wie "Lonely winds of war" oder "Blue Europa" strotzen nur so vor Melodie, songwriterischer Klasse und natürlich der einzigartigen Stimme von Jorn Lande. Aber man muss trotz aller Begeisterung dennoch auf dem Boden der Realität bleiben: Auch wenn "Time to be king" das Vorgängeralbum "MK II" ganz schnell vergessen lässt - an die Klasse der beiden ersten Alben ("Masterplan", 2003 - "Aeronautics", 2005) kommt man nicht (ganz) heran. Trotzdem zweifelsfrei ein Highlight, und ein fulminantes Comeback - mit Masterplan ist ab sofort wieder zu rechnen! (maz)
-8,5/10 -
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