MEKONG DELTA - Wanderer on the edge of time

VÖ: 11. Juni 2010
Aaarrg Records

Wer hat Ralf Hubert erzählt, dass ich die neue Vanden Plas als das Nonplusultra des deutschen Prog gemutmaßt habe?! Und zack - kommen Mekong Delta mit einem neuen Langeisen um die Ecke gefrickelt. Wo wir auch schon beim Hauptunterschied wären. Die Klassik-Affinität von Herrn Hubert ist ein offenes Geheimnis, das Technik-Level auf den bisherigen Scheiben immer exquisit. Und genau das bekommt man auch auf diesem knapp 50-minütigen Trip, beim dem es zwar sieben vollwertige Songs (ergo mit Gesang) gibt, die aber so gekonnt mit kurzen instrumentalen Intermezzi (teils nur mit der Akustischen) verzahnt werden, dass man hier nur von einem Gesamtkunstwerk sprechen darf. Die unmerkbar fließenden Übergänge vermitteln den Eindruck einer spannenden Inszenierung, der man mit ihren dramaturgischen Ups and Downs gebannt folgt. Nur ist das aufgrund der technischen Fähigkeiten der Band nicht immer so einfach (aber trotzdem immens lohnenswert). Herr Hubert möge mir daher verzeihen, dass ich die Vanden Plas vorziehe. Das hat aber nur mit meinen eigenen Vorlieben zu tun. Also - werte Band und Fans - nehmt euch meinen Vergleich nicht so zu Herzen. "Wanderer on the edge of time" ist ein vorzügliches Prog Metal Album. (sw)

- 8/10 -



 



MAGICA - Dark diary
MOROWE - Piekto. Labirynty. Diabty.