MELTGSNOW - Black penance

VÖ: 20. August 2010
Pulverised Records

Die Marschrichtung von Pulverised beinhaltet ja eigentlich keinen Gothic/Dark Metal. Dass Meltgsnow ebenfalls in Singapur beheimatet sind, gibt etwas mehr Aufschluss. Der Begriff "Gothic/Dark" verwirrt aber viel mehr, hat "Black penance" kaum etwas mit dem zu tun, was dem 08/15-Europa-Goth-Fan ansonsten so durch seine Boxen schmalzt. Der Singapur-Fünfer liebt offenbar bodenständigen Metal à la Iced Earth oder streift mitunter progressive US Metal-Gefilde ("Death takes my soul"), und verbindet das nahezu spielerisch und völlig selbstverständlich mit der Essenz aus Moonspell (remember "Opium"?), ruhigen Tiamat oder Sundown. Ältere Semester werden eher die wahren Vorreiter der Goth-Rock-Szene raushören. Sei's drum. Der Punkt sind die schlüssigen Songs, in denen die genannten Elemente sich wie von selbst die Klinke in die Hand geben, ein dynamisches Auf und Ab zelebrieren, und ihren ganz ureigenen Sound kreieren. Mit Sänger Lord Insanity (wie treffend!) haben die Jungs auch noch einen Sänger in den Reihen, der diesen einmaligen Stilmix vortrefflich veredelt. Von tief gotisch, über eine angenehme mittlere Lage, bis hin zu Tonlagen, die auf einen Jason McMaster/King Diamond-Mischling schließen ließen - der Mann hat es einfach drauf.
Leicht zu verdauen ist diese Kost nicht sofort, aber nach einigen Durchläufen greift "Black penance" so richtig zu, dass man selbst als gestandener Headbanger sich auch mal ein "Gothic/Dark Metal"-Album in den Schrank stellen kann. (sw)

- 8/10 -



 



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