MENCEA - Dark matter, energy noir

VÖ: 14. November 2008
Indie Recordings

Wenn Bands wie Opeth, Gojira oder sogar Meshuggah als Fadenrichtung genannt werden, und die beworbene Band dann auch noch aus Griechenland kommt, kann man sich das Ergebnis fast ausmalen. Entweder es geht völlig in die Hose oder der Hörer bekommt etwas, was ihm zwar bekannt vorkommt, es aber mit dem exotischen Charme metallisch weniger besiedelter Gebiete vorgetragen wird. Klingt verwirrend, ist aber halb so wild. Mencea aus Zeuss-Country liefern acht neuzeitliche Metal-Granaten mit allen notwendigen Zutaten aus Bereichen wie Melodic Death, Metal- oder Deathcore. Obwohl ich selbst diese nur als Anhaltspunkte sehe. Ja, es schimmern manchmal sogar Opeth oder In Flames durch. Viel interessanter finde ich die unheilsschwangere Atmosphäre des Materials, die mich ohne Plagiat-Denken an Strapping Young Lad zu Zeiten von "SYL" oder "Alien" erinnern. Streitpunkt ist einzig allein das Fehlen von wirklich überragenden Nummern, die genannte Bands eben auszeichnen. Da "Dark matter, energy noir" aber der erste Longplayer der Band ist, bin ich eher zuversichtlich und erfreue mich an einem druckvoll, aber nicht erschlagend produziertem Rundling mit flüssigem und manchmal unorthodox wirkendem Songwriting einer Band, die sich vor so manchem Newcomer des Genres nicht verstecken braucht. Die Mischung machts. (sw)

- 7,5/10 -



 



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