MERCENARY - The hours that remain

VÖ: 18. August 2006
Century Media

Als hätte man es nicht schon mit der Vorgängerscheibe "11 dreams" geahnt: Mercenary mischen die Szene gewaltig auf und sind weiter auf dem Vormarsch. Der neue Silberling "The hours that remain" zeigt mehr als deutlich, dass die Dänen in Zukunft noch viel mehr zu sagen haben.
Das musikalische Grundgerüst wurde im Prinzip beibehalten und um ein paar Zutaten bereichert. So fällt z.B. auf, daß die Atmosphäre etwas düsterer, ja sogar verzweifelter geworden ist. Sänger Mikkel Sandager wurde noch mehr Freiraum für sein glasklares Organ gegeben, um sich auf dem Power/Progressive/Death-Teppich auszubreiten. Ebenso neu ist, daß Mercenary eine dezente Prise Thrash Metal hinzu gefügt haben, was man speziell bei Songs wie "Year of the plague" oder dem auf dem Rock Hard-Festival vorgestellten "Soul decision" merkt.
Aber es wäre müßig über Anspieltips zu reden. Denn obwohl sich nur ein Song unter der 5-Minuten-Marke aufhält und die Band vermehrt das Tempo wechselt, kommen die Songs allesamt immer noch mit einer songwriterischen Flüssigkeit daher, wie man sie nur aus der 80er Wave/Pop-Bewegung kennt.
Verdammt - diese Scheibe will einfach nicht langweilig werden! Und das ist auch gut so!
(sw)

- 9/10 -


 



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