MERCENARY - Metamorphosis

VÖ: 25. Februar 2011
Noise Art Records

Sänger weg, Keyboarder weg, Drummer weg, eine damit "angekündigte" Stilkorrektur und ein Labelwechsel dazu - der Albumtitel könnte nicht treffender sein. Die elementaren Fragen sind nun: 1.) Werden sich Mercenary deutlich von ihrer bekannten Linie entfernen? 2.) Werden die Fans die neue Ausgangssituation kritiklos hinnehmen? 3.) Wie wird René Pedersen (jetzt gesanglich Einzelkämpfer) die von Mikkel Sandager hinterlassene Lücke ausfüllen? Die Antworten sind simpel: 1.) Im Grundtenor - nein! 2.) Was soll's - irgendjemand hat immer was zu meckern. 3.) Überraschend gut.
Nun als Quartett agierend machen die Dänen nicht den Sonic Syndicate-Fehler und driften noch mehr gen Mainstream ab. Sie verpassen sich eine Frischzellenkultur, werfen die verspielten Elemente (die "Architect of lies" rückblickend nun mal hatte) über Bord und rocken - sogar ich muss es gestehen - ziemlich ballastfrei noch vorne. Und obwohl die Gitarren wieder mehr im melodischen Death Metal agieren, schafft es die Band, die Mercenary'sche Melancholie bestehen zu lassen. Als gegensätzliche Eckpfeiler von "Metamorphosis" stehen sich das volle Brett "On the edge of sanity" und das wirklich gefühlvolle "Shades of grey" gegenüber. Gerade Letzteres mit einer klasse Leistung von Pedersen, der zwar nicht die Einzigartigkeit von Mikkel Sandager in der Stimme hat, mir mit seiner Versiertheit aber mächtig Respekt abringt.
Ich bin wirklich überrascht, dass die Dänen trotz Line Up-Kürzung ein solch homogenes und vertraut klingendes Album zustande gebracht haben. (sw)

- 8,5/10 -



 



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