MERRIMACK - The Acausal Mass

VÖ: 22. Juni 2012
AFM Records

Zwei Dinge passieren auf der neuen Scheibe von Merrimack ganz sicher nicht: Es kommt keine Langeweile auf und die Franzosen driften nie in gedankenloses Highspeed-Geballer ab. Natürlich heißt die Schublade hier Black Metal, allerdings werden in diesem Rahmen die Möglichkeiten voll ausgekostet. Das bedeutet, dass das Tempo stetig zwischen kriechend und zäh, mittelschnell und flott wechselt und Sänger Vestal quält und wütet sich währenddessen durch die Texte. Im Song "Gospel Of The Void" geraten Gesang, Gitarrenfrickelei und Drumgeschepper derart aneinander, dass unerwartetes Chaos auszubrechen scheint. Bei "Beati Estis Cum Maledixerint Vobis" gibt es ein kurzes Aufatmen durch ein Gitarrensolo. Und so weist eigentlich jeder Song eine mehr oder weniger kleine Besonderheit auf. Mir gefällt am besten "Obstetrics Of Devourment", da wird nämlich auch mal leicht gewütet. Die Produktion ist einwandfrei, die ganze Scheibe ist offensichtlich gut durchdacht, sehr anspruchsvoll und sicherlich ein Highlight für jeden fortschrittlichen Schwarzmetaller. Und damit bin ich auch schon bei meiner Kritik angelangt. "The Acausal Mass" ist moderner Black Metal, nicht dreckig, nicht roh und ganz und gar nicht stumpf. (st)

- 7,5/10 -



 



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