METHODS OF MAYHEM - A public disservice...

...announcement

VÖ: 17. September 2010
Roadrunner Records

In wie weit es Sinn macht, eine Band, die nur ein Jahr nach ihrem einzigen Album (1999) wegen mangelndem Erfolg wieder aufgelöst wurde, nun zu reanimieren, weiß sicherlich einzig und allein Bandchef und Mötley Crüe-Drummer Tommy Lee.
"A public disservice announcement" ist ein bunter Mix aus diversen Stilen, und wurde von einer Vielzahl von (unbekannten) Gästen geschrieben und aufgenommen. Im direkten Vergleich zum elf Jahre alten Debut fallen vor allem auf die stark zurück geschraubten HipHop-Anteile auf, die etwas rockigeren Klängen gewichen sind. Zwischen Nu Rock ("Drunk Uncle Pete"), Nu Metal ("Fight song") mit leichten Slipknot-/Soulfly-Anleihen, rockigen Powerballaden ("Blame"), lockig-flockigen, aber auch eher harmlosen Rocknummer ("Time bomb"), Linkin Park-ähnlichen Midtempo-Titeln ("Louder"), fast-schon-Dance-Nummern ("All I wanna do"), und reinrassigen Dancetiteln ("Back to before"), bekommt der geneigte Zuhörer insgesamt einiges an (gutem) Mittelmaß auf "A public disservice announcement" geboten. Wobei man wirklich schlechte Songs ebenso wenig vorfindet (wobei das abschließende "Party instructions" schon arg an der Nervgrenze liegt), wie richtige Hits. Vielleicht haben hier dann doch zu viele Köche den Brei etwas verdorben. Einen roten Faden/ein Konzept sucht man hier vergebens. Das zweite Album von Methods of Mayhem ist ein bunter Mix aus verschiedensten Stile und Einflüssen, mit Schwerpunkt auf Nu Rock/Metal, und kommt eher wie ein Sampler rüber, und nicht wie das Album einer einzelnen Band. Wer sich daran nicht stört, und für die erwähnten Stile offen ist, darf hier gerne mal reinhören. (maz)

- 6,5/10 -



 



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