VÖ: 27. Juni 2008 Mötley Records
Hätte man mir in der jüngeren Vergangenheit irgendwann einmal erzählt, daß Mötley Crüe im Jahre 2008 eins ihrer stärksten Alben abliefern werden - ich hätte denjenigen vermutlich für verrückt erklärt. Rund ein Jahrzehnt lang gab es neben mehr oder weniger sinnvollen Compilations, Boxsets und Solo-Scheiben vor allem Skandale und Drogenexzesse, und plötzlich - fast wie aus dem Nichts - liefern die Herren Neil, Sixx, Mars und Lee mal eben ein kleines Meisterwerk ab! 13 starke Songs in knackige 45 Minuten verpackt. Da groovt einfach alles. Für amtliche Rocker wie "Face down in the dirt", "Saints of Los Angeles", "Welcome to the machine" oder "Goin' out swingin'" scheint das Album eine nahezu unerschöpfliche Quelle zu sein. Geniale Refrains, hymnenartige Songs, und das alles mit einer satten Spielfreude serviert, die dieses Album viel zu kurz erscheinen lässt. Keine Verschnaufpause, keine Lückenfüller und auch keine Skandale - hier wird so straight gerockt wie man es von bandeigenen Klassikern wie "Dr. Feelgood" (1989) kennt. Mötley Crüe haben mit "Saints of Los Angeles" ein absolut fantastisches Glam-/Classic-Rock-Album abgeliefert, und strafen mit dessen Qualität ganz klar jeden Kritiker, der die Notwendigkeit einer Reunion dieser Ausnahmband jemals in Frage gestellt hat! (maz)
- 9/10 -
|
|
|