VÖ: 27. August 2010 Roadrunner Records
Ich hatte nie so wirklich daran geglaubt, jemals ein zweites Album der Murderdolls in den Händen halten zu dürfen. Schließlich liegen zwischen dem Debut ("Beyond the valley of the Murderdolls") und dem jetzt erscheinenden Nachfolgewerk "Women and children last" satte 8 Jahre. Beide Hauptprotagonisten waren in der Zwischenzeit aber keineswegs untätig: Slipknot-Drummer Joey Jordison veröffentlichte mit seiner Hauptband zwei Album, und Wednesday 13 drei Solo-Scheiben. Und nun haben sich die beiden Bösewichte des Rock'n'Roll für ein weiteres Album wieder zusammen gefunden. Trotz der langen Zeit knüpft "Women and children last" im Grunde nahtlos an das starke Debutalbum von 2002 an. Horrorpunk trifft auf Glam Rock/Metal ... dreckige Riffs, schmutzige Soli, und satte Refrains (u.a. bei "Nowhere"). Zwischen rotzigen Rock'n'Roll-Nummern, wie dem eingängigen "Summertime suicide" (!) und dem fast schon poppigen "Nothing's gonna be alright", glänzt Mötley Crüe-Gitarrist Mick Mars mit einem starken Gastspiel bei "Drug me to hell" und "Blood stained Valentine". Hinzu kommen wirklich flotte Kracher wie "Bored 'till death" oder auch "Rock'n'Roll is all I got" (wie bezeichnend). Das alles klingt so eingespielt, stark und authentisch, als hätte es nie eine Bandpause gegeben. Ein durchgehend großartiges Album, das - abzüglich des Intros - mit 13 erstklassigen Rocknummern vollends überzeugen kann. (maz)
- 9/10 -
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