VÖ: 01. Juni 2012 Prosthetic Records
Dass die amerikanischen Black Metal Bands ein Faible für die skandinavische Frühphase (Dark Throne, Enslaved, usw.) haben, ist hinlänglich bekannt. Mutilation Rites fügen mit ihrem ureigenen Charakter, den man von Bands wie Wolves In The Throne Room oder Abigail Williams bereits kennt, dieser eh schon rohen, ungestümen Art noch eine Portion Crust Core hinzu. Was auf dem Papier noch etwas ungewöhnlich klingen mag, ist in Ton-Form aber richtig räudig und verpasst dem Sound des Quartetts ordentlich Dampf. In Anlehnung an den Bandnamen wird hier fast schon mit ritueller Hingabe vorgegangen, als würde man sich einer berauschenden Jam-Session hingeben. "Bemängeln" könnte man eventuell, dass innerhalb der Songs manchmal noch etwas zuviel passiert. Manche Parts hätten ruhig etwas mehr Raum verdient. Da die Gesamtstimmung aber passt, ist das weniger aktuelle Kritik, als viel mehr ein Wunsch für die Zukunft. Dann traue ich den Amis auch noch mehr als acht Punkte zu. (sw)
- 8/10 -
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