MYSTIC PROPHECY - Fireangel

VÖ: 22. Mai 2009
Massacre Records

Au Backe! Fast hätte ich die deutsch-griechische Freundschaft mit einer anderen deutschen Band verwechselt und sie in die schnöde Power Metal-Ecke geschoben. Böser Fehler - den ich schnell korrigiere. Denn das neue Mystic Prophecy-Album kann viel mehr. Ich bin fast schon verblüfft, daß der Opener "Across the gates of hell" oder der Titelsong mir bei ihrer Klasse nur das Prädikat "Standard" abringen, denn der Rest von "Fireangel" liegt mächtig drüber. "Father save me" und "To the devil I pray" haben wirklich internationales Format und präsentieren klassischen Heavy Metal zeitgemäß und mit Biss. "We kill, you die" (auf den Beginn wären sogar Devildriver stolz) und "Death under control" gehen härtemäßig sogar noch eine Etage höher, mähen mit kraftvoller Doublebass alles nieder, während die Refrains einfach nur mitreißen. Und "Forever betrayed" ist endlich mal wieder ein Rausschmeißer, der diese Bezeichnung auch wirklich verdient hat. Man fühlt förmlich, daß die Scheibe zu Ende ist, denkt "Schade..." und drückt schonmal die Repeat-Taste.
Einziger Knackpunkt für meine Ohren ist leider (mal wieder) der Fredrik Nordström-Mix, der "Fireangel" wahlweise wie eine tief-dunkle Dream Evil- (höre das an sich wahnsinnig mächtige "Demons blood") oder fröhliche Arch Enemy-Version tönen lässt. Wenn man sich dieses "Standards" mal entledigen könnte, wäre die Eigenständigkeit vollkommen. (sw)

- 8,5/10 -



 



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