VÖ: 11. März 2011 Ván Records
Das Amphitheater in Gelsenkirchen mit herrlichem Sonnerschein war wohl letztes Jahr beim Rock Hard Festival einfach nicht die richtige Umgebung für meinen ersten Necros Christos Kontakt. Das Zweitwerk "Doom of the occult" ist da schon von anderem Kaliber. "Okkult" ist überhaupt genau das richtige Wort, um Necros Christos zu beschreiben. Mit Hilfe von diversen "Gates2“ und "Temples" (alles sakral bzw. orientalisch anmutenden Zwischenspiele) wird man durch neun vollwertige, pechschwarze Doom Death Tracks geleitet, mit abgrundtief gestimmten Gitarren, die einem das Fleisch von den Knochen ziehen, und aus der tiefsten Gruft hallenden Vocals als Gebetsführer. Erinnert rein charakterlich ein wenig an "Realm of chaos" (Bolt Thrower), "Where no life dwells" (Unleashed) oder die Samael-Frühwerke. Die insgesamt 73-minütige Reise führt aber in eine andere, eben okkulte, unheimliche, aber - vom musikalischen Aspekt her - schon leicht vertraute Welt. Egal ob man sich mit der "Necromantique nun" (Titel des Monats!) vergnügt, in den "Visceras of the embalmed deceased" wühlt oder schlussendlich den "Doom of the occult" mit einem "Descending into kingly tomba" beschließt. Kehrt man als Hörer unbescholten von diesem Trip zurück? Hängt von eurer Beeinflussbarkeit ab - ein bleibender Eindruck ist aber garantiert! (sw)
- 8/10 -
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