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OBITUARY - Darkest day

VÖ: 12. Juni 2009
Candelight Records

Fast schon unbemerkt schleicht sich das neue Obituary-Album in die Läden. Hab ich was verpasst? Oder haben die Herren Angst, daß sie keiner mehr mag? Und ich bin mir nicht mal sicher, ob Letzteres der Fall werden könnte. "Darkest day" ist voll Obituary, ohne Widerrede, ganz wertfrei. Aber einige Songs haben dieses "temporäre Six Feet Under-Syndrom". Sie sind zwar das, was man erwartet, aber in Bezug auf vergangene Glanzleistungen völlig belanglos. "Payback" zieht sich mit seinem eintönigem Beat wie Kaugummi, "Truth be told" ähnlich, nur mit etwas besseren Riffs. Und auf dieser Schiene fahren dann noch zwei/drei weitere Songs, die man manchmal wirklich gerne weg-skippen möchte. Dagegen stellen sich aber die mit Dampf vorgetragenen Speed-Nummern "List of dead" und "Violent dreams", die abwechslungsreicher gestalteten "Blood to give" bzw. "See me now" und der wirklich charmant nach "Slowly we rot" riechende Titelsong. Allesamt Songs zum gerne Wiederhören - irgendwas geht also doch noch. Aber selbst die Produktion bleibt ein kleines Stück hinter dem (abwechslungsreicheren) Vorgänger "Xecutioner's Return".
Fazit: Auch Obituary müssen sich immer wieder an ihrer Vergangenheit messen lassen (siehe Metallica) und im Falle von "Darkest day" ist das (etwas/ziemlich - bitte ankreuzen) in die Hose gegangen. Dafür gibt es mit Ach und Krach noch 'ne 7, in der Hoffnung, daß ... mir das nicht wieder vorkommt, meine Herren. (sw)

-7/10-