OLD MAN'S CHILD - Slaves of the world

VÖ: 15. Mai 2009
Century Media

Old Man's Child waren schon immer ein bißchen anders als die meisten Black Metal Bands. Tempo war zwar wichtig, aber längst nicht das Hauptaugenmerk. Vielmehr ist es das fast schon liebevolle Austüfteln von musikalischen Details, ohne sich in verwirrenden Strukturen zu verfangen. Die Fähigkeit, eine schaurige Atmosphäre zu kreieren, daß dem Fan beim Lauschen ein Schauer über den Rücken läuft. Nun, vier Jahre nach seinem letzten Output "Vermin" bewaffnet sich Mastermind Galder wieder mit einer Schlagzeug-Koryphäe - dieses Mal Peter Wildoer (Pestilence, Darkane, ex-Arch Enemy) - und liefert mit "Slaves of the world" abermals ein interessantes Black Metal-Album ab, welches der Limitierung des Begriffes Black Metal eigentlich gar nicht mehr gerecht wird. Man hört Death-, Thrash- oder auch Elemente des inflationär benutzen Begriffes Extreme Metal heraus. Die leichte Ähnlichkeit zu Dimmu Borgir ist eh schnuppe, sind die Bands schon seit Urzeiten befreundet und Galder spielt dort bekanntlich die Lead-Gitarre. Aber der glatzköpfige Norweger braucht sich mit Songs wie dem fiesen "The crimson meadows", einem Groove-Monster wie "The spawn of lost creation" oder dem über allem thronenden "Path of destruction" zu keiner Sekunde hinter seinem Hauptbrötchengeber verstecken. Vorausgesetzt - Dimmu Borgir in allen Ehren - man mag seinen Black Metal etwas weniger symphonisch und mit mehr Metal an der Basis. Genau deswegen bin ich auch heilfroh, daß es Old Man's Child immer noch gibt. Bei der Qualität kann man eigentlich blind kaufen. (sw)

- 8/10 -



 



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