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ONE MORNING IN SPRING - Twenty Years From Now

VÖ: 15. Juni 2012

Ich weiß zwar nicht, was "Twenty Years From Now" - also im Jahre 2032 - sein wird, oder wo dieser junge Fünfer aus dem Ruhrpott dann stehen wird, aber zumindest heute und für den Moment lässt sich feststellen, dass die Jungs hier ein ziemlich amtliches Album abgeliefert haben. Und gleich der Opener "Memories" macht schon ordentlich Spaß und erinnert mich in vereinzelten Passagen an Bullet For My Valentine's "Tears Don't Fall" (sicherlich nicht die schlechteste Referenz). Man pendelt gekonnt zwischen Post-Hardcore, Screamo/Emo, softem Metalcore und gar mal nur rein rockigen Passagen. Dabei sind die Songs nicht am Reißbrett konstruiert, sondern glänzen mit Abwechslung (natürlich mit dem bekannten Wechselspiel aus Growls und cleanen Parts) und bevor auch nur der Hauch von Langeweile aufkommen könnte, streut man geschickt Breaks/Breakdowns oder auch dezente Gangshouts ein. Egal, ob man nun eher ruhig unterwegs ist ("Granted View On Broken Skylines") oder an Tempo zulegt ("Your Name Is Smut, But I'm Captain Planet", sowie das hitverdächtige "Modern Day Poetry"), ein ganz dicker Pluspunkt wird schnell klar: One Morning In Spring verstehen es wie nur sehr wenige andere Bands, wirklich packende Melodien zu schreiben - und das am laufenden Band. Auf "Twenty Years From Now" herrscht mitunter der reinste Überschuss an eingängigen Melodien und Hooks, was nicht zuletzt auch an den wirklich guten cleanen Vocals liegt. Und als wäre das noch nicht Grund genug, sich dieses wirklich interessante und gute Album einer hoffnungsvollen Band anzuhören, so kann die klare und druckvolle Produktion mit so mancher regulären Veröffentlichung locker mithalten. Unbedingt antesten! (maz)

- 8/10 -