VÖ: 28. Januar 2011 AFM Records
Da muss ich doch glatt zweimal hinhören, um mich zu vergewissern, dass das auch die neue Onslaught und nicht eine aktuelle Exodus-B-Seiten-Compilation. Ich hoffe, die Briten und ihre Fans verstehen mich da nicht falsch. Könnte auch einfach an der recht modernen Produktion (aus dem Hause Jacob Hansen) und den verdammt aggressiven Vocals von Sy Keeler liegen. Doch bei Songs wie "Rest in pieces" drängt sich dieser Vergleich fast schon penetrant auf. Sei es drum. Unter diesem up to date Thrash-Gewand ist zumindest neben so mancher Tempo-Abrissbirne auch ein Groove-Monster wie "Code black" kein Fremder, sondern unterstreicht die heutige Ausrichtung der Briten. Der Brückenschlag zurück zur Basis ist dann auch gleich die Single-Auskopplung "Bomber" - genau, der Motörhead-Klassiker. Im Albumkontext zeitgemäß umgesetzt und unter tatkräftiger Mithilfe von Motörhead's Phil Campbell und Sodom's Tom Angelripper. Cooles Teil - genau wie das gesamte Album. Wer nicht standhaft an der Bezeichnung "old school" festhalten muss und auch der aktuellen Exodus (es geht einfach nicht anders) viel abgewinnen kann, dürfte mit "Sounds of violence" wohl schnell warm werden. (sw)
- 7,5/10 -
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