VÖ: 14. Oktober 2011 Soulseller Records
Die Plattenfirma No Fashion Records war in den Neunzigern ein ziemlich zuverlässiger Garant für die Schnittmenge aus Schweden Death und melodischem Black Metal. Nicht umsonst erschien dort u.a. das Dissection-Debüt "The Somberlain", dessen Nachfolger "Storm Of The Lights Bane" (unter Nuclear Blast Flagge) musikalische Unsterblichkeit erlangte. Genug Geschichte. Ophthalamia rekrutierte sich aus (ex-) Mitgliedern eben jener Dissection, Abruptum oder den Allstar-Radikalisten War. Ihr drittes Album "Dominion" (1998) tönte im Vergleich bei weitem nicht so derbe, legte aber trotz konsequent ignoriertem Highspeed eine wohlige Kälte und Bissigkeit an den Tag, die gut zu der Melodie-Ausarbeitung passte. Die scharfen Riffs von Gründer It und die harschen Vocals von Fronter All waren die perfekten Ventile. Und genau da liegt der Unterschied. Denn in der Machart (Rhythmus, Melodie, Betonung) kennt der Post-Millenium-Fan diese Mixtur vielleicht von ein paar seiner Battle Metal Bands oder denen, die sich neben dem Black Metal das Wort "Folk" auf die Fahne schreiben (lassen). Mag weit hergeholt sein, doch nimmt man "Dominion" unter die ganz große Lupe … macht euch mal den Spaß. Um aber mit genannter Zielgruppe in einen Topf geworfen zu werden, sind Ophthalamia doch wieder meilenweit entfernt. Ein vehementer Song wie "Great Are The Deeds Of Death" fegt eh jeden Zweifel wieder vom Tisch. Ein netter Re-Release. (sw)
- ohne Wertung -
|
|
|