ORPHANED LAND - The never ending way...

...of the ORwarriOR

VÖ: 22. Januar 2010
Century Media

Dass es die aus Israel stammende Band mit ihrem "middle eastern progressive metal" bzw. "jewish muslim metal" schafft, Israelis und Araber zumindest musikalisch zu vereinen, ist zwar beeindruckend und löblich, hat aber - wie in der Vergangenheit teilweise geschehen - nun auch nicht wirklich etwas mit der Qualität bzw. Bewertung der Musik als solches zu tun.
Auf ihrem vierten Album "The never ending way of the ORwarriOR" behandelt die Band den Konflikt zwischen Licht und Dunkel und stellt dabei den Lebensweg eines Lichtkriegers ("ORwarriOR" ist aus dem hebräischen Wort für Licht - "OR" - abgeleitet) dar. 15 Titel, unterteilt in 3 Parts, mit einer Gesamtspielzeit von knapp 80 Minuten - keine leichte Kost. Und wer sich an diversen fernöstlichen Zutaten nicht stört, neben englischer Sprache, auch hebräisch, jemenitisch und arabisch - sowie den verschiedensten traditionellen und orientalischen Instrumenten - der wird an diesem Konzeptalbum vermutlich seine helle Freude haben. Mir persönlich ist das alles etwas zuviel des Guten, und klingt, als würde eine Mischung aus Opeth und Eluveitie (ohne Flöten) auf orientalische Bauchtänze treffen. Bei Songs wie "From broken vessels" oder auch "Disciples of the sacred oath II" beweist man aber auch, dass man mit tiefen Growls durchaus eine leichte melo-Death-Schlagseite beherrscht. In Sachen Instrumentierung und Arrangement kann man der Truppe ohnehin vermutlich nichts vormachen, wenn ... ja, wenn nur diese orientalische Überladung nicht wäre.
Gerade noch "gut"... (maz)

- 7/10 -



 



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