VÖ: 18. November 2011 AFM Records
Die finnischen Urgesteine Oz kennen wohl eher die eingefleischten Metal Maniacs, denen kein Underground zu tief ist, um sich musikalische Schätze ins heimische Wohnzimmer zu holen. Nachdem sich die Band 1991 mit dem letzten Album "Roll The Dice" verabschiedete, hat man sich 2010 wieder zusammengefunden und mit "Burning Leather" ein homogenes neues Album eingespielt. Doch der Teufel steckt im Detail. Wenn meine Recherchen richtig sind (denn das Presseinfo "weigert" sich, Auskunft zu geben), sind unter den elf Songs nur fünf neue. Ziemlich erstaunlich, wie Alt und Neu hier ganz easy Hand in Hand gehen. Die Neuen überzeugen mit simpelsten Mitteln. Der Opener "Dominator" kommt sogar ohne Solo aus, mit "Enter Stadium" ist ein cooler Hard Rock Smasher am Start und der Titelsong kann sich auch hören lassen. Dazu gesellen sich Neueinspielungen von Metal-Rockern wie "Total Metal", "Third Warning" oder dem kultigen "Turn The Cross Upside Down", dem man immer noch anhört, warum dieser Song eine echte Underground-Perle ist. Dazu macht Sänger Ape De Martini auch nach über 30 Jahren einen erstklassigen Job. Das Offensichtlichste fehlt noch - wie klingen Oz? Die Verwegenen, die sie kennen, lieben ihren schnörkellosen traditionellen Metal mit einigen Rock-Einflüssen. Neuankömmlinge werden mit Sicherheit durch eine gewisse Ähnlichkeit mit Saxon hellhörig. Kurzum - "Burning Leather" macht von vorne bis hinten einfach gute Laune. Das Album hat soeben meine Vorfreude auf das Keep It True XV in 2012 gesteigert, wo die Finnen mit von der Partie sind. (sw)
- ohne Wertung -
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