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PANTHEIST - Pantheist

VÖ: 08. April 2011
Grau Records

Primordial treffen auf Down in einer bizarren Szenerie und werden dabei von My Dying Bride-artigen Klavier/Gitarren-Klängen überrascht. Und das alles in einem nur 3-minütigen, instrumentalen Intro namens "One of these funerals". Diese Herren wissen genau, wie man auf sich aufmerksam macht. Beschrieben werden sie als "Atmospheric Progressive Doom Metal", wenngleich ich bei der Atmosphäre ihres vorliegenden vierten Albums das Schlagwort "Funeral Doom" sofort dazu addieren muss. Doch nix mit tiefer Traurigkeit und völliger Depression. Allein die beiden finalen Tracks "Brighter days" und "Live through me" haben sogar etwas hoffnungsvolles, gar glückseliges (?) in sich - nur eben auf Funeral Doom Art. Für mich völlig umwerfend, wie die Band es schafft, mit dem sehnsüchtigen "Be here" charakterstark einen Stützpunkt im atmosphärischen Devin Townsend-Universum zu platzieren - ganz großes Kino! Man merkt der Band die jahrelange Erfahrung und Verbundenheit zu ihrem seit 2000 zelebrierten Sound in jeder Note an. Da darf dann in "The storm" auch mal harsch gegrowlt werden, wobei dieser knapp 12-minütige Sturm ein fast Seventies-mäßiges, exzessives Instrumental-Ending hat. Nach 40 Watt Sun nun die zweite Überraschung von der Insel Englands in Sachen Doom. Wer sich bei While Heaven Wept, Sketicism, Funeral oder Esoteric zu Hause fühlt, sollte "Pantheist" dringend antesten. (sw)

- 8,5/10 -