VÖ: 08. Oktober 2010 SAOL / H'Art
Da soll sich nochmal jemand beschweren, wenn man bei einer seiner persönlich favourisierten Bands jahrelang auf ein neues Album warten muss. Im Falle der Berliner Pharao hat es genau 20 Jahre (!) gedauert, bis nun der Nachfolger zum Debutalbum "Bad boys from east" (1990) erscheint. Das Wieso und Weshalb ist recht umfangreich. In Kurzform: Ostdeutsche Band, zu DDR-Zeiten auf dem Index gelandet, Flucht in die BRD, gleich 2x aufgelöst und wiedervereinigt, usw. Das nun vorliegende "Road to nowhere" ist zugleich das Jubiläumsalbum zum 25jährigen Bestehen der Band. Als Gratulanten bzw. Gastmusiker konnte man u.a. Biff Byford (Saxon) für den guten Opener "On the attack", und Tom Angelripper (Sodom) für das leicht thrashige "Before the storm" gewinnen. Man bewegt sich zwischen klassischem Hardrock ("We are"), powermetal-lastigen Songs ("Seconds to minutes") und rockigen (Halb-)Balladen ("Like a phoenix", "I believe"). Leider kommen die 12 Songs (inklusive der recht poppigen und eher überflüssigen Bachmann Turner Overdrive-Coverversion von "You ain't see nothing") niemals über gutes Mittelmaß hinaus. Trotzdem eine nette Scheibe für zwischendurch. (maz)
- 6,5/10 -
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