PREY FOR NOTHING - Against All Good And Evil

VÖ: 09. Dezember 2011
Massacre Records

Ein Fakt zu Beginn: Prey For Nothing kommen aus Israel. Da zucke ich im ersten Moment erstmal zusammen und denke mit Gruseln an deren Landsleute von Orphaned Land. Doch glücklicherweise verzichten die Fünf auf irgendwelche für ihre Heimat typischen Folk-Instrumente, die hierzulande eh niemand aussprechen kann. Stattdessen wird melodischer Death Metal geboten, der oftmals etwas vertrackt und schwer zugänglich wirkt - die meisten der insgesamt 13 Songs bewegen sich oberhalb von fünf Minuten. "Buried By The Light" ist einer dieser Songs, die prinzipiell zwar wirklich gute Melodic Death Metal Parts vorweisen können, sich dann aber auch schnell wieder in progressives und manchmal etwas schwer nachvollziehbares Gefrickel verlieren. Und genau diese überlangen Songs sind es dann auch, die auf Dauer leicht anstrengend und ermüdend wirken. Wenn die Truppe dann aber mal halbwegs kurz und kompakt auf den Punkt kommt ("Chekhov's Gun", "Home Made Holocaust") wird's sogleich auch interessanter. Aufgelockert mit mehr oder weniger notwendigen Instrumentalstücken ("Axis Mundi", "Unmake You") erweist sich "Between All Good And Evil" als etwas sperrig und mit 65 Minuten für meinen Geschmack auch etwas zu lang. Positiv anrechnen müsste man Prey For Nothing eigentlich die Tatsache, dass sie eben nicht typisch westeuropäisch bzw. amerikanisch klingen, aber vermutlich ist auch genau das einer der Punkte, warum ich nicht so wirklich einen Zugang finde. (maz)

- 7/10 -



 



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