VÖ: 16. November 2007 Metal Blade
"Some music still comes from the heart" - Review beendet…
...denn mehr Leidenschaft, Schmerz, Ehrlichkeit, Stolz und Inbrunst geht fast nicht mehr. Und auch ich will ehrlich zu euch sein. Nur EIN einziges Mal habe ich dieses Album vor dem Schreiben dieser ersten Zeilen gehört. Und ich bin immer noch fassungslos und ebenso ergriffen ob dieser Rücksichtslosigkeit gegen alles was sich auf Kommerz, Gier, Lügen und menschlicher Falschheit aufbaut. Nach dem zweiten und dritten Durchlauf ist es dann völlig um mich geschehen. Angetrieben durch jeden einzelnen mörderisch mitreißenden Takt. Innerlich zerrissen durch jede traurig-schöne Melodie oder Harmonie, die die Iren aus ihren Saiten zaubern. Und geleitet durch einen über sich hinaus wachsenden Alan A. Nemtheanga. Fast eine Stunde vergesse ich die gesamte Welt um mich herum nur durch das blanke Zuhören und aus selbigem Grund entdecke ich eine andere Welt neu. Die ist zwar auch verdammt traurig und hasserfüllt aber zugleich menschlich mit aller Entschlossenheit. Das Glück ist mit den Ehrlichen, denn diese haben sich nichts vorzuwerfen. Und wenn Alan beim finalen "No nation on this earth" fragt, welche Nation dieser Erde denn nicht auf Tragödien aufgebaut sei, weiß ich auch keine Antwort. Aber eines ist wohl sicher - Lemmy selbst sagte einmal, daß der Mensch sich durch seine Tragödien definiert. Und Primordial machen daraus die Stärke des Menschen. Selten fühlte ich mich so lebendig, wie nach dieser überwältigenden Erfahrung namens "To the nameless dead". Ein einzigartiges Meisterwerk, welches wahrscheinlich nur von Primordial selbst noch übertroffen werden kann. (sw)
- 9,5/10 -
|
|
|