PSYCROPTIC - The Inherited Repression

VÖ: 10. Februar
Nuclear Blast

Psycroptic aus dem australischen Tasmanien schaffen es auf ihrem fünften Album "The Inherited Repression" durchaus zu überraschen. Der hochanspruchsvolle technische Death Metal des Vierers wird nach dem starken "Ob(Servant)" (2008) plötzlich hier und da melodisch, groovig, ja sogar nachvollziehbar, ohne jedoch zu verweichlichen. Die Haley-Brüder (an Gitarre und Drums) agieren nach wie vor auf höchstem Niveau, und sind in beiden Geschwindigkeitsbereichen scheinbar noch extremer geworden. Während "The Throne Of Kings" nahezu alles niederreißt, beginnt "Euphorinasia" sehr ruhig und versprüht eher thrashigen Headbangercharme. Dabei klingen Psycroptic im Grunde wie kaum eine zweite Band, denn die Verbindung aus technischem Death Metal mit einem Fronter (wie in diesem Falle Jason Peppiatt), der - zumindest rein stimmlich - eher als Fronter einer Hardcoreband durchgehen würde, findet man nun wirklich nicht an jeder Straßenecke. Fans der ersten Alben der Band sollten "The Inherited Repression" unbedingt ein paar mehr Durchläufe gewähren, werden dafür dann aber letztendlich auch - wie jeder andere Freund von extremer moderner Härte ebenfalls - mit einem Album belohnt, das trotz (oder gerade wegen?) des hohen technischen Anspruchs, ein enormes Potential an Intensität, Brutalität und Groove versprüht. (maz)

- 8/10 -



 



PUTERAEON - The esoteric order
PATHFINDER - Beyond the space, beyond the time