RHAPSODY OF FIRE - The frozen tears of angels

VÖ: 30. April 2010
Nuclear Blast

Ich werde mich beim besten Willen niemals an den Zusatz "Of Fire" im Bandnamen gewöhnen, aber das geht vermutlich jedem so, und ist ohnehin Schnee von gestern. Nach diversen Querelen und Streitigkeiten mit dem Ex-Label, die fast schon das Aus für die Band bedeutet hätten, ist man nun wieder frisch gestärkt bei Nuclear Blast gelandet. Meine letzten Berührungen mit Rhapsody (Of Fire) liegen nun auch schon einige Jahre zurück, umso gespannter war ich natürlich auf das neue Material. Ein von Christopher Lee gesprochenes Intro scheint dabei mittlerweile unabkömmlich zu sein, und beim nachfolgenden "Sea of fate" hört man zweifelsfrei sofort am ersten Gitarrenriff, dass hier nur Luca Turilli am Werke sein kann - so typisch und markant spielt wahrlich nicht jeder. Auf "The frozen tears of angels" zieht die Truppe einmal mehr sämtliche Register ihres Könnens. Klassischer Symphonic Metal mit rasanten Gitarren- und Keyboardläufen, großen Refrains und Melodien, einem stimmlich nach wie vor beeindruckenden Fabio Lione, und in Sachen Bombast und Chören schöpft man einmal mehr aus den Vollen, dass einem fast schon schwindelig wird (fantastisch: "Crystal moonlight"). Das gänzlich gitarrenfreie, und mit Flöten versehene "Danza di fuoco e ghiacchio" ist dabei sehr ungewöhnlich, erinnert an einen alten Italo-Kostümfilm von Anno irgendwas, und unterstreicht einmal mehr die soundtrackartige Ausrichtung. Auch wenn sich die absoluten Glanztaten der Band sicherlich auf die späten 90er Jahre beschränken, aber "The frozen tears of angels" wird zweifelsfrei keinen Fan verprellen. Das hier ist 100% Rhapsody Of Fire. Also alles beim Alten im Hause Turilli & Co.? Ja - und das ist auch gut so. (maz)

- 8/10 -



 



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