RIOT - Immortal soul

VÖ: 28. Oktober 2011
Steamhammer

Ich könnte mir vorstellen, dass die jüngere Generation, die mit Bands wie Hammerfall, Nocturnal Rites oder Labyrinth aufgewachsen ist, sich beim neuen Riot-Output fragt, warum ihnen der Sound so bekannt vorkommt. Denn Tatsache ist, dass sich viele "ihrer" Bands auf Mark Reale & Co. berufen und Alben wie "Thundersteel" (1988) und "The privilege of power" (1990) als großen Einfluss nennen (Hammerfall haben Riot bereits gecovert). Umso cooler, dass Riot genau in diesem Line Up nun "Immortal soul" ins Rund feuern und erstaunlich frisch klingen. Allein der granatenstarke, ja richtig vehemente Opener "Riot" fegt so schnell über meinen Kopf, dass ich gerade nicht weiß, wo mir selbiger steht. Ein perfekter Start für ein Album, welches wie aus einem Guss tönt. Die Gitarrenarbeit ist exzellent - die Soli allesamt erste Sahne. Das Drumming ist Weltklasse - man höre nur mal den Speed-Knaller "Wings are for angels". Bobby Jarzombek trommelt nicht umsonst auch bei Fates Warning und Halford. Und Tony Moore's Gesangsleistung ist immer noch absolut top, wenn man sich mal vor Augen hält, dass seit den genannten Alben auch schon über 20 Jahre ins Land gezogen sind. Interessant, dass Moore gerade in den überwiegenden mittleren Lagen gar nicht so weit von Rob Halford zu "Resurrection"-Zeiten ist - "Crawling" oder "Fall before me" geben da Aufschluss.
Ob "Immortal soul" nun mit den Klassikern mithalten kann, sollen lieber die Zeitzeugen beurteilen. Für mich ist eines trotzdem sicher - Riot gehören mit diesem Album definitiv nicht zum alten Eisen! (sw)

- 8/10 -



 



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